Andiamo, Oida!
Am Sonntag, den 12. April 2026, fuhren wir mit dem Zug zum Flughafen Wien.
Die Klassen 7ABC wollten gemeinsam nach Rom entflieh’n.
In Wien ließ Prof. Mühlberghuber seinen Koffer am Bahnsteig stehen.
Er wollte unbeschwert ohne ihn gehen.
Gott sei Dank sind wir aufmerksame Leute,
sonst stände er da noch heute.
Der Flug verlief reibungslos,
doch als wir ankamen, fragten wir uns: „Was machen wir nun bloß?“
Es war schon längst nicht mehr Morgen,
nein, mitten in der Nacht spazierten wir durch Roms Gassen.
Unsere Lehrenden hatten Schwierigkeiten, die Öffi-Tickets zu besorgen.
Plötzlich sahen wir eine Hose aus einem Fenster fliegen.
Wie konnte der Besitzer sie nur unten liegen lassen?
Wir mussten aber gleich weiterlaufen, um die letzte Metro zu kriegen.
Am Montag spazierten wir durch Rom zum Markt Campo de‘ Fiori.
Dort erzählten uns so manche ihre halbe Lebensstory.
Man bot uns an jedem Stand Limoncello an.
Es war den Verkäufer*innen egal, dass man in Italien erst ab 18 trinken kann.
Nüchtern hielten wir unsere Hände in die Bocca della Verità.
Die Finger sind alle noch da.
Am Dienstag standen wir stolze 55 Minuten in der Schlange zum Petersdom.
Nach 551 Stufen hatten wir einen Ausblick über ganz Rom.
Den Nachmittag verbrachten wir im Österreichischen Historischen Institut.
Unseren Füßen ging es nicht mehr so gut.
Dort tischte man uns köstliche belegte Brote auf,
Boris hob sich gleich 15 für die nächsten Tage auf.
Zur Spanischen Treppe wanderten wir weiter
und genossen danach den Abend ohne unsere treuen Begleiter.
Der Mittwoch startete mit einem Besuch vom Rettungswagen.
Wir waren alle am Verzagen:
Maria ging es nicht gut und Prof. Leopoldseder wich nicht von ihrer Seite.
Prof. Mühlberghuber führte uns alleine zur Lateranbasilika in der Weite.
Wir irrten etwas durch die große Stadt
und sahen dann endlich das Kolosseum in seiner ganzen Pracht.
Unser Professor ging in seiner Rolle als Historiker richtig auf –
das hat er einfach drauf.
Am Nachmittag waren alle wieder fit.
Doch dann kam am Palatin der Regen, das war nicht für alle der Hit.
Nur acht Schüler*innen, die Hardcore-Historiker*innen, zogen mit Prof. Mühlberghuber weiter durch des Forums alte Mauern.
Auch wenn alles nass war, gab es nichts zu bedauern.
Es war ein unvergessliches Erlebnis.
Etwas Husten am nächsten Morgen war das Endergebnis.
Am Donnerstag wurden wir durch die Calixtus-Katakombe geleitet.
Eigentlich darf man keine Fotos machen, doch Prof. Mühlberghuber war vorbereitet:
Er stellte sich ganz hinten hin,
machte rasch ein Foto und war wieder ganz in seiner Historiker*innen-Rolle drin.
Wir spazierten noch über die Via Appia im gleißenden Sonnenschein
und waren ganz bezaubert von der Straße aus altem Stein.
Ein letztes Mal genossen wir unseren Nachmittag in der zauberhaften Metropole.
Wir verspürten alle schon Schmerzen in der Sohle.
Am Freitag verließen wir unser Hotel pünktlich um halb sechs am Morgen –
ganz unbeschwert und ohne Sorgen.
Wir sind Prof. Leopoldseder und Prof. Mühlberghuber sehr dankbar
und stellen zum Abschluss nochmal klar: Diese Reise war einfach wunderbar!
Ciao, Oida!
Pia Postuvanschitz









