Am 20. April 2026 unternahm die 7C mit Prof. Mühlberghuber einen spannenden Stadtteilrundgang durch Steyr, der von einem Mitarbeiter des Museum Arbeitswelt geführt wurde. Unter dem Titel „Erinnerungsspuren: Steyr 1938 — 1945“ setzten sich die Schüler*innen intensiv mit der regionalen Zeitgeschichte auseinander.
Im Mittelpunkt der Führung stand die Geschichte jener einzigen jüdischen Familie Steyrs, deren wenige Überlebende nach dem Holocaust in die Stadt zurückkehrten. Anhand ihres Schicksals wurde die lokale Geschichte greifbar und persönlich erfahrbar.
Der vertiefende Rundgang machte sowohl sichtbare als auch oft übersehene Gedenkzeichen im öffentlichen Raum bewusst und zeigte eindrucksvoll, wie Erinnerungskultur in unserer Umgebung präsent ist. Besondere Stationen waren der jüdische Friedhof auf dem Tabor sowie die Gedenktafel an unserer Schule, die an die in der NS-Zeit ermordeten jüdischen Schüler*innen erinnert. Diese Orte verdeutlichten die persönlichen Schicksale hinter den historischen Ereignissen und regten zum Nachdenken an. Gleichzeitig erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Entwicklung der österreichischen Erinnerungskultur nach 1945.
Die Exkursion bot der 7C eine wertvolle Gelegenheit, Geschichte außerhalb des Klassenzimmers zu erleben und kritisch zu reflektieren.
Mag. Michael Mühlberghuber, B.A.










